„Ich habe zu leben gelernt!“

26. Februar 2008 um 13:10 Uhr

Aus dem Deutschunterricht der Klasse L10 zum Thema:
ZEITUNG LESEN.

 

Borbe M. Jessica F. - Autorin des Leserbriefes
Borbe M. Jessica F. – Autorin des Leserbriefs
Mandy E. Milan C.
Mandy E. Milan C.

 

Internationaler Tag der Menschen mit Behinderungen

Die Vereinten Nationen (UN) habem im Jahr 1992 den 3. Dezember zum alljährlichen Tag behinderter Menschen ausgerufen. Dieser Tag wird weltweit für Aktionen genutzt, um die Ziele der vollen Teilnahme und Gleichstellung behinderter Menschen zu erreichen.Anleser
In Deutschland leben nach Angaben des statistischen Bundesamtes rund 8,6 Millionen Menschen mit Behinderung.
6,7 Millionen sind schwer, 1,9 Millionen leichter behindert. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) plädiert dafür, behinderte Menschen mit ihren Problemen nicht alleine zu lassen; die weitestmögliche Integration behinderter Menschen sei vielmehr eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

 

Marcos Zeitungsartikel

“Ich habe zu leben gelernt!”

Entnommen den AZ/AN – Junge Seite am 03.12.2007

 

Viktor Frankls „TROTZDEM“ in den Köpfen der Schüler

Jessica Fischer, 17 Jahre, aus Alsdorf, Schülerin der
Viktor Frankl Schule, Aachen schreibt:

 
– Ein bisher unveröffentlichter Leserbrief –

Leserbrief Jessica Fischer - Seite 1Ich finde gut, wie Marco zurechtkommt mit seiner Behinderung. Wie er lebt, zeigt, dass er sich damit befasst hat, zu leben, und dass man sich nicht zu schämen braucht, dass man im Rollstuhl sitzt oder sonst eine Behinderung hat. Es gibt halt solche und solche Menschen auf der Welt. Aber sind sie dadurch wirklich anderes? „Nein!, Mensch ist Mensch, egal, ob er eine Behinderung hat oder nicht.“Es gibt in Deutschland 8,6 Millionen Menschen mit Behinderungen,
6,7 Millionen davon sind schwerbehindert und 1,9 Millionen sind leichtbehindert.
Leserbrief Jessica Fischer - Seite 2Die UN hat im Jahre 1992 den 3. Dezember zum Tag der behinderten Menschen ausgerufen. Er wurde eingeführt, damit behinderte und nichtbehinderte Menschen eine Gleichstellung haben.
Genauso wie Marco. Trotz seiner Behinderung ist er nicht unsportlich, nicht so, wie manch ein nichtbehinderter Mensch, der zu Hause vor dem Fernseher sitzt und den faulen Lenz macht. Nein, so ist Marco nicht. Er spielt bei der BSG Aachen mit vielen anderen behinderten Menschen. Er spielt dort Rollstuhlrugby und Rollstuhlbasketball, und das finde ich gut.
Ich finde gut, dass es Menschen wie Marco gibt, die sich so offen mit ihrer Behinderung zeigen.
Ich bin selbst behindert. Ich kann meine linke Hand nicht nutzen, sie ist gelähmt. Dies habe ich, seit ich 3 Jahre alt bin. Ich hatte auch am Anfang Angst, dass mich Menschen auslachen oder sogar hänseln. Das war auch so, aber nach einer Weile habe ich mir daraus nichts mehr gemacht, denn ich bin so wie ich bin und niemand kann mich verändern, obwohl ich schon einmal oder auch mehrmals darüber nachgedacht habe, wie es wäre, wenn ich den gelähmten Arm nicht hätte, sondern beide Arme bewegen könnte und nicht nur einen.
Ich persönlich finde es gut, dass es so einen Tag wie den 3.12. gibt.